Abfall der Fürstenfamilie – Kapitel 5 – Sie trafen sich (2)

‘Er wird früh am morgen vom Tor weggejagt.’

Nachdem Choi Han seine Liebsten vergraben hatte, machte er sich auf dem Ort über den die Dorfbewohner immer gesprochen haben. Er war auf dem Weg nach Western.

Choi Han wurde in diese Welt transportiert als er ein 10. Klässler war, aber verbrachte hier schon mehrere Jahrzehnte. Natürlich machte die Tatsache, dass die meiste Zeit davon verbracht wurde, im Wald der Dunkelheit zu überleben, ihn sehr reif in einer verkommenen Weise. Dies führte dazu, dass er rationaler nach diesem Vorfall war, als man erwartete.

‘Ich muss das dem Lord des Schlosses berichten.’

Harris war zwar ein abgelegenes Dorf, aber es war trotzdem noch unter der Zuständigkeit des Fürsten Henituse. Das war der Grund, warum Choi Han auf dem Weg nach Western war, denn er hoffte, dass zumindest eine kleine Beerdigung für die Dorfbewohner vorbereitet werden könne.

Er plante ebenfalls nach Informationen bezüglich der Auftragsmörder zu suchen, welche er getötet hatte als er Amok gelaufen ist, da er nicht mehr in der Lage war diese selbst zu befragen. Aber sich anständig von den Toten zu verabschieden war wichtiger als Rache.

‘Wenn man darüber nachdenkt, ist er schon eine liebevolle Person.’

Aber alle Menschen, die ihm zum ersten Mal nach den Jahrzehnten im Wald der Dunkelheit Liebe gegeben haben, auf einmal zu verlieren. Es war unmöglich für Choi Han nicht verkommen zu werden. Das war bis der Roman Cale sich mit Choi Han angelegt hat und einen Nerven getroffen hatte. Er erinnerte sich, was der Cale im Roman zu Choi Han gesagt hat.

[“Warum sollte sich mein Vater scheren, ob welche nutzlosen Dorfbewohner tot sind? Dieses Glas Alkohol in meiner Hand ist mehr wert als all deine nutzlosen Leben zusammen.”]

Choi Han begann über Cales Worte zu lachen als er eine Gegenfrage stellte.

[“Was für ein interessanter Gedanke. Ich bin sehr neugierig, ob du deine Meinung ändern wirst oder nicht.”]

[“Wollen wir das austesten?”]

Der Test war, Cale zu verprügeln bis er fast tot war.
Das Unglaubliche war, dass Cale seine Meinung die geändert hat, nicht mal nachdem er grün und blau geschlagen wurde.

“Ah, ich krieg hier Gänsehaut.”

Cale begann seinen Arm zu reiben, nachdem er die Gänsehaut sah, welche sich entwickelte. Er nahm schnell einen Schluck vom Tee, den ihn Billos gebracht hatte. Danach schaute er wieder aus dem Fenster, nur um nochmals Gänsehaut zu bekommen.

‘Da ist er.’

Der Moment, als die Tore für den Morgen geöffnet wurden, näherte sich ein junger Mann dem Tor, dessen Kleidung mit schwarzen Flecken verziert war und so aussahen, als wären sie in mehreren Plätzen verbrannt worden. Es war Choi Han.

Cale stand nicht von seinem Platz auf während er Choi Han beobachtete.

Seine Schnelligkeit war bewundernswert, da er wie ein Irrer eine Distanz rannte, für welche eine Kutsche eine Woche brauchen würde, aber infolgedessen, unglaublich chaotisch aussah. Natürlich waren die Events im Dorf auch ein Grund warum er so chaotisch aussah.

Der Wächter blockierte Choi Han, welcher mit seinem Kopf nach unten und komplett erschöpft vorwärts lief. Cale wusste nicht, worüber sie redeten, aber er konnte sehen wie Choi Han seinen Kopf zu der Frage des Wächters schüttelte.

‘Ich bin mir sicher, dass sie ihn gefragt haben, ob er sich identifizieren kann.’

Die Wächter von Western waren generell sehr freundlich, aber sehr streng wenn es um die Regeln ging. Sie widerspiegelten die Persönlichkeit ihres Herrn, Fürst Henituse.

“Sie haben ihn rausgeschmissen.”

Wie erwartet, verließ Choi Han das Tor wieder. Er machte auch keine Anstalten. Nachdem er ununterbrochen einen ganzen Tag gerannt ist, ist sein Gewissen ein bisschen zurückgekehrt und sagte, dass er keinen unschuldigen Mann töten solle.

‘Choi Han wird jetzt warten, bis es Nacht ist und dann heimlich über die Stadtmauer springen um einzutreten.’

Dann wird er Cale begegnen, welche beschäftigt war sich zu betrinken.

Schrieken. Da Cale alleine war, war das Geräusch des Stuhls der geschoben wurde umso lauter. Er ging nach unten um Billos am Schalter zu informieren.

“Ich komme gleich wieder zurück. Räum meinen Platz nicht auf.”

“Ja, junger Herr. Ich freu mich auf Ihre Rückkehr.”

Cale ignorierte das Lächeln auf Billos speckigem Gesicht als er raus aus dem Teeladen ging.

“Er hat nichts zerbrochen!”

Cale konnte die Stimme von jemanden innerhalb des Ladens hören, aber juckte ihn nicht. Es musste heute den Grundstein legen, um das unzerstörbare Schild zu bekommen.

Das unzerstörbare Schild.

Man meint damit nicht einen physischen Gegenstand. Der beste Vergleich wäre das Manaschild eines Magiers. Etwas was nicht wirkliche eine physische Form hat. Aber es unterschied sich sehr von einem Manaschild, da es einer Superkraft mehr ähnelte als Magie.

Das lustige war, dass der Mensch der diese Kraft kreiert hatte, aber dann letztendlich starb, jemand war, der einenmGott diente, aber dann exkommuniziert wurde.

‘Alle möglichen seltsamen Dinge sind in diesem Roman.’

Wie mit der Geschichte jeder Fantasiewelten, hatte auch diese Welt ihre eigene Antike Geschichte. Während dieser Zeit waren weder Magie, noch Waffen entwickelt.

Stattdessen war es eine Gesellschaft, wo deine ursprünglichen Talente oder Talente von übernatürlichen Ereignissen eine zentrale Rolle gespielt haben. Die stärksten Kräfte in so einer Gesellschaft waren Superkräfte, göttliche Kräfte und Naturkräfte. Es war eine sehr primitive Zeit.

Ein paar dieser Kräfte hielten bis heute und waren versteckt in manchen Orten oder Gegenständen. Es war möglich diese Kräfte für dich zu gewinnen, wenn man die richtigen Voraussetzungen trifft.

Alte Mächte.

Die Helden würden diese Mächte finden, aber diese waren nur unterstützende Kraft, welche nicht stark genug waren, als die Hauptstütze des Heldens zu dienen.

Das waren die Kräfte, die Cale suchte.

‘Alles außer die göttlichen Kräfte.’

Egal ob es Gott, Engel oder Teufel waren, Cale wollte mit keinen von denen involviert werden.

Das war der Grund, warum Cale nach Kräften suchte, die Menschen natürlich entwickelt haben oder aus der Natur stammen.

‘Das ist der Weg um sicherzugehen, dass ich mich überhaupt nicht anstrengen muss.’

Das war die Art von Kraft nach der er suchte. Etwas wie ein Schwert oder Magie benötigt viele Anstrengung und Übung. Sowas wollte er nicht machen.

Anders wie andere Bücher, war die alte Zivilisation im Roman [Geburt eines Heldens] nicht besonders stark.

Mit der Entwicklung der Zivilisation, überragten die Magie und Beschwörungskräfte, die entwickelt wurden, die Naturkräfte. Diese wurden dann von der antiken Zivilisation zurückgelassen. Superkräfte genauso. Die raffiniertesten Superkräfte würden von einem einzigen Schlag der ‘Aura’, die Kraft die heutzutage benutzt wird, weggeblasen werden.

Die Helden haben diese Kräfte nicht ohne Grund sehr sparsam benutzt.

‘Und mein Ziel ist es diese raffinierten Superkräfte zu sammeln und einigermaßen stark zu werden.’

Es war ein sehr befriedigendes Ziel. Besonders weil er wusste welche alte Macht diese raffinierten Superkräfte stärken kann.

Um den ersten Schritt seines Plans zu erfüllen, begann Cale nach der alten Macht welche in Western versteckt war zu suchen. He wusste die Bedingung, die benötigt wurde, um diese Kraft zu verdienen.

“Jun, Junger Herr. Willkommen.”

Cale nickte seinen Kopf zu dem Bäcker als Antwort, welcher sich so tief gebeugt hat, dass es so aussah, als würde sein Kopf den Boden berühren. Tiefer Atemzug. Er konnte hören, wie der Bäcker nach Luft schnappte, aber Cale tat so, als konnte er dies nicht hören. Er fühlte sich schlecht, wie sein Ruf als Abfall diesen Bäcker so ängstlich machte.

“Gib mir etwas Brot.”

“Verzeihung?”

Cale zeigte auf all das Brot in der Bäckerei und antwortete ernst.

“Alles von hier bis hier.”

Klang. Die Goldmünze, die Cale herausholte, begann auf dem Tresen sich zu drehen.

“Pack alles ein.”

Der Bäcker sah so aus, also wäre er an Ort und Stelle eingefroren als Cale wieder zu reden begann.

“Zwei oder drei weitere Goldmünzen sollte genug für eine Woche an Brot sein, oder?”

Der Blick des Bäckers, welcher auf der Goldmünze ruhte, bewegte sich nun zu Cale. Es war viel zu viel Geld für das Brot. Cale antwortete stoisch auf die zitternden Augen des Bäckers.

“Ich kann woanders hingehen, falls du es nicht willst.”

“Nein, es ist nichts dergleichen! Junger Herr! Ich werde alles so schnell wie ich kann einpacken.”

Der Bäcker war extrem respektvoll für einen nun anderen Grund als vorher während er sich schnell bewegte. Nach ein paar Minuten, verließ Cale die Bäckerei mit einem Sack voll mit Brot auf seinen Schultern.

Obwohl es nur Brot war, wiegte es schon ziemlich viel. Das schwere Gewicht brachte ein runzeln auf Cales Stirn und er ignorierte den Bäcker, welcher ihm nachsah, als der auf die Straße stieg.

Cale ging gemütlich die Straße runter und merkte, dass jeder der Augenkontakt mit ihm machte, sich schnell umdrehte und wegging. Der Großteil der Leute rannte sogar weg um Augenkontakt mit ihm zu vermeiden.

‘Es ist wirklich anders als in Korea. Das ist wirklich eine Fantasywelt.’

Cale sah sich um während er die den Markt ging, welcher ein typisches Fantasy Feeling von sich gab.

“Mm.”

“Mmph.”

Immer wenn er Augenkontakt mit einem Händler hatte, waren diese schockiert und meideten seinen Blick. Tsk Tsk. Der Cale der Vergangenheit musste wohl seinen Titel als Abfall gelebt haben. Cale redete Scheiße über sich selbst während er durch den Markt ging, in westliche Richtung von Western.

Die Slums waren westlich gelegen. Egal wie reich ein Territorium war, es wird immer arme Leute geben. In so einer Situation würden die meisten Leute wahrscheinlich sowas erwarten.

‘Ah, es ist die schicksalshafte Begegnung, die man verdienen kann, indem man Essen mit den Armen teilt.’

Unglücklicherweise war das nicht der Fall.

Cale konnte spüren, die die Leute nach ihm spähten sobald er die Slums betreten hatte. Das war der Ort wo die faulsten und die bösartigsten Leute beide zusammen lebten.

Obwohl die Armen das Gesicht des Herren, des Fürsten, nicht unbedingt kannten, kannten sie Cales Gesicht. Diese Leute, die nichts hatten, mussten gut auf die Art von Person achten, welche Ruckus am Markt, im Pub, am Plaza, naja alles, machten. Und Cale hat da wahrscheinlich auch für Ruckus gesorgt.

“Tsk.”

Auch wenn sie die Geschichten über Cale kannten, sie konnten einfach nicht dem süßen Duft von Brot in Cales Sack widerstehen. Cale ignorierte einfach all die Blicken und ging weiter.

Die Spitze seiner teuren Lederschuhe begannen schmutzig zu werden. Ein unbekannter Gestank stieg in Cales Nase und führte dazu, dass er seine Stirn runzelte

Das führte wiederum dazu, dass er noch schneller lief. Die Slums waren auf einer Seite eines kleinen Hügels und bestanden aus alten Häusern. Cale war auf dem Weg in Richtung der Spitze des Hügels. Je mehr er sich der Spitze näherte, desto weniger Blicke waren auf ihm und Schritte der Leute die ihm folgen begannen auch weniger zu werden. Cales scharfer Blick hat wahrscheinlich auch hier eine Rolle gespielt.

‘Es ist besser hier.’

Nachdem er vom Gestank befreit war, stand Cale auf der Spitze des Hügels und drehte sich um, um auf Western zu schauen. Natürlich war dieser Hügel nicht so hoch wie das Anwesen des Fürsten. Es war unmöglich für den Herrn des Territorium, tiefer als die Slums zu leben.

Cale kam wieder zu seinen Sinnen als der in Richtung eines Baumes lief, welcher in alle Richtung von einem Zaun umgeben war. Der Zaun, welcher aus Brettern der Weite von Cales Körper bestand, hatte einen Eingang, der verrottete. Es war leicht zu brechen, was er auch tat, sobald Cale den Zaun drückte.

Dieser große Baum sah so aus, als wäre er schon sein hunderten von Jahren hier. Die Bäume in den Slums werden normalerweise in Feuerholz gehackt oder hatten ihre Schichten geschält um diese nutzlos zu machen, aber dieser Baum war nicht so.

Der Grund war einfach. Der Grund konnte in Cales Ohren gehört werden. Diese zwei waren die einzigen, die ihm bis zum Ende der Slums gefolgt sind.

“Du kannst dich nicht diesem B-baum nähern!”

Cale ignorierte diese Warnung. Er hörte eine weitere besorgte Stimme.

“Du kannst da nicht hingehen! Es ist der menschenfressende Baum!”

Ein menschenfressender Baum. Jeder, der sich auf diesem Baum erhängte wurde eine Mumie über Nacht. Desweiteren verschwand alles Blut, dass auf diesem Baum tropfte.

Letztendlich gab es nur Dreck und Erde um diesen Baum. Gras und sogar Unkraut war nirgendwo zu sehen.

Das war der Baum nachdem Cale suchte.

Vor langer Zeit, in antiken Zeiten, gab es eine Person die Essen so sehr liebte, dass seine Völlerei in der Anbetungsstätte dazu führte, dass er rausgeschmissen wurde. Diese Person verhungerte letztendlich.

Dieser Baum soll auf seinem Körper gewachsen sein und der Groll und die Stärke dieser Person waren beide in diesem Baum. Das unzerstörbare Schild nachdem Cale suchte war hier.

Wie primitiv, mysteriös und seltsam das doch war! Die Großzahl der alten Mächte waren mysteriös wie diese.

Cale nahm ein Brot aus dem Sack und beobachtete vorsichtig das Loch das die Größes eines Kopfs eines erwachsenen Menschen hatte. Er musste den Besitzer der Stimme erstmal wegschicken, bevor er anfangen konnte zu arbeiten. Aber bevor Cale überhaupt was sagen konnte, wurde die Stimme nochmals lauter, da die Person Cale nicht mehr von außerhalb des Zauns sehen konnte, weil Cale sich gebückt hatte.

“Du wirst sterben! Mach das nicht!”

Cale drückte seine Schläfe mit seinen Fingern.

“Seufz.”

Die Anzahl der Leute, die ihm gefolgt sind wurde immer kleiner, je näher er dem menschenfressenden Baum war, aber der Besitzer dieser Stimme folge ihm weiter.

‘Es werden immer neugierige Leute geben, egal wo du hingehst.’

Cale runzelte seine Stirn als er seinen Kopf umdrehte. Als er dies tat sah er ein Mädchen, welches so aussah, als wäre es um die 10 Jahre alt. Sie hielt die Hand ihres jüngeren Bruders während sie ihn anschaute. Ihre Augen sahen besorgt aus.

“Es ist ein menschenfressender Baum. Du wirst s-sterben.”

“Ich werde nicht sterben.”

Cale nahm zwei Laib Brot aus dem Sack und warf sie in Richtung des kleinen Mädchens. Es war egal, ob das Brot auf den Boden fiel, denn sie waren individuell eingepackt.

“Nimm das und verschwindet.”

Der kleine Junge greifte sofort nach dem Brot, aber das kleine Mädchen war immer noch am zögern. Cale musste letztendlich doch seine Identität nutzen. Er stand auf und drückte sein Gesicht außerhalb des Zauns.

“Ihr zwei wisst nichts über Cale, den Abfall?”

Das Gesicht des kleinen Mädchens wurde bleich. Ihr jüngerer Bruder schaute nur in Cales Richtung, bevor er sich bückte und das andere Laib Brot für seine Schwester aufhebte und an ihrem Ärmel zog.

“Noona.”

“Uh huh.”

Das kleine Mädchen schaute hin und her zwischen dem Baum und Cale, sogar während sie gezogen wurde.

“Da darfst nicht sterben.”

Cale klickte seine Zunge in Richtung des kleinen Mädchens, welche sich wiederholte, bevor er sicher ging, dass niemand in der Nähe war. Er setzte sich unter den Baum. Niemand konnte sehen, was er tat, es sei denn sie kamen direkt zum Zaun.

“Lasst uns beginnen.”

Er begann, indem er ein Laib Brot aus dem Sack rausholte und es in das Loch schmiss. Seine Hand verschwand schnell in die Dunkelheit unter dem Baum und Cale konnte eine kalte Sensation spüren als das Brot in seiner Hand verschwand.

Er fühlte, als ob seine ganze Hand eingesaugt werden könnte und zog sie schnell raus.

Die Dunkelheit im Loch unter dem Baum war immer noch dieselbe.

“Wenn du mit einem Groll stirbst, musst du das mit diesem Groll lösen.”

Der menschenfressende Baum war nicht wirklich ein menschenfressender Baum. Es war ein Baum das alles essen würde. Es war die Nebenwirkung der Kraft, die von der Person hinterlassen wurde, die verhungert ist. Aber sowas hatte was mit einer alten Macht zutun… es war lächerlich, aber machte es realistischer.

‘Ich erinner mich, dass es sagte, dass ich es füttern soll bis die Dunkelheit verschwindet.’

Die Dunkelheit im Loch unter dem Baum war nicht vom Schatten. Es war Dunkelheit aus Groll geformt.

Das konnte man nicht mit anderen Leuten machen. Eine Person musste für eine große Menge an Essen sorgen bis die Dunkelheit verschwand. Wenn die Dunkelheit dann endlich verschwand, würde ein Licht, welches sich darunter versteckte, sich zeigen.

Wenn er das Licht dann ist, wird das ‘unzerstörbare Schild’ Cale gehören.

“Iss soviel wie du willst.”

Cale legte die Öffnung des Sacks in das Loch leerte all das Brot rein. In einer normalen Situation, sollte so ein kleines Loch schnell mit Brot gefüllt werden, aber allein die Dunkelheit verblieb, als Cale den Sack entfernte.

“Ich vermute ich brauchte so gegen 10 weitere Säcke.”
Die Dunkelheit im Loch war leicht blasser als bevor.

Zehn Säcke. Nur jemand wie Cale, der 3 Millionen Gallons als Taschengeld hatte, konnte sowas so nebenbei sagen.

Rumpeln-

Ein seltsamer Schrei schien aus dem Baum zu klingen. Es war so, als würde es sagen, dass es immer noch hungrig war und nach mehr Essen fragte. Cale fühlte so, als würde die Dunkelheit jeden Moment nach ihm reichen und ihm greifen.

“…Es ist ein bisschen unheimlich.”

Cale stand schnell auf. Er fühlte, dass er hier nicht zu lange bleiben sollte.

“Was kann ein dummer Groll tun?”

Völlerei war eine unheimliche Sache.

“Ich werde morgen zurückkommen.”

Cale verabschiedete sich vom rumpelnden Baum, als wäre es eine Person und verließ den eingezäunten Bereich. Cale bemerkte die Geschwister, welche Brot aßen, sobald er die Slum betrat.

Für jemanden, die vorher noch behauptete, dass er nicht dahin gehen sollte, weil es ein menschenfressender Baum war, scheinen sie das Brot zu genießen. Sie müssen wohl den Geschmack mögen, da beide sehr glücklich aussagen.

“Mein, mein.”

Cale schnaubte in Richtung der Geschwister und ignorierte deren Blicke. Aber die Blicke waren nicht an ihn gerichtet, sondern auf den Sack, welcher vorher noch mit Brot gefüllt war, aber jetzt leer war. Sie waren wahrscheinlich neugierig.

Aber was können sie machen? Sie können nichts machen.

Diese Kinder hatten wahrscheinlich zu viel Angst, um sich den menschenfressenden Baum zu nähern. Aber es war immer gut auf der sicheren Seite zu sein. Es wäre schlecht, wenn sie zum Baum gehen und ihre Köpfe in das Loch stecken würden, nur um dann gegessen zu werden.

[Die Kinder der Slums haben keine Angst. Es war weil sie ein einziges Reiskorn mehr wertschätzen als eine Klinge, die sich ihnen näherte. Der Tod hat sie immer begleitet, deswegen fürchteten sie den Tod nicht. Sie fürchten Hunger mehr als Tod.]

So war es in [Geburt eines Heldens] geschrieben worden.
Das war weil Cale sich entschied mit den Geschwistern zu reden.

“Wenn ihr morgen wieder Brot essen wollt, dann sagt nichts.”

Die zwei Geschwister sagten nichts. Sie folgten sofort Cales Befehl. Das kleine Mädchen, welches vorher zögerlich war, legte ihre Hand auf den Mund ihres Bruders und tat so, als würde sie Cale nicht sehen. Cale lächelte und dachte, dass sie ziemlich schlau war während er schnell die Slums verließ.

Der Leute, die wussten, dass Cale auf die Spitze des Hügel gegangen war, sahen ihn an und wunderten sich, was für eine verrückte Sache er jetzt machte, aber Cale mochte diese Art von Blick.

Die Leute außerhalb der Slums sahen Cale auch seltsam an, aber Cale scherte sich nicht um diese Blicke.

“Ah, junger Herr, Sie sind zurück.”

Nachdem Cale zum Teeladen zurückkehrte, begrüßte ihn Billos sehr erfreut.

“Ja, bring mir eine neue Tasse Tee. Einen erfrischenden diesmal.”

Cale ging zurück zu seinem Platz im dritten Stock. Es sollte zu dieser Zeit ziemlich voll sein, aber niemand anderes war im Dritten Stock. Sie vermieden alle den Abfall der Fürstenfamilie. Das war warum Cale sich entspannen konnte.

“Hier ist Ihr Tee, junger Herr. Ich habe auch ein paar Desserts hergebracht.”

“Ah, toll. Danke.”

Cale begann wieder in Richtung der Stadttore zu schauen während er einen Schluck vom Tee nahm. Billos observierte Cales Gesicht mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck, bevor er leise den dritten Stock verließ. Es war seltsam zu hören wie Cale jemanden dankt.

Cale bestellte weiter Tee und Desserts während er aus dem Fenster schaute, bis der Himmel langsam orange wurde und die Sonne unterging. Er stand erst auf, als es Nacht wurde und es draußen dunkel war.

Es war nun Zeit zu gehen und mit dem gefährlichen Typen zu interagieren, welcher von außerhalb der Mauer kommen wird.
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Noona – große Schwester
Der Junge nennt das Mädchen Noona, weil sie seine große Schwester sind, aber in Korea nennen Jungs/Männer, Mädchen/Frauen, die älter sind als sie selbst Noona. Dabei muss man nicht verwandt sein.

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